Gundermann Heilpflanze Eppendorfer GEsundheitspraxis

Gesundheitstipp aus der Eppendorfer Gesundheitspraxis: Der Gundermann – Glechoma hederaceae

Heute ist es mir ein Bedürfnis eine besondere Heilpflanze anzusprechen. Der Gundermann, oder auch Gundelrebe genannt gehört bis heute als kleine Persönlichkeit zu den Pflanzenheinzelmännchen. Seine Heilwirkung verdanken wir hauptsächlich seinem Gehalt an Gerbstoffen, Bitterstoffen und ätherischen Ölen.

Heilwirkung des Gundermann

Als Heilpflanze wirkt er entzündungshemmend, zusammenziehend, schleimlösend, anregend auf Blase und Nieren und regt den Stoffwechsel an. Zudem hilft der Gundermann bei allen langwierigen Krankheiten, bei Zuständen des Faulens, Eiterns und langwierigen Stoffwechselerkrankungen. Ebenso unterstützt er bei Verschleimung der Lungen und überall dort, wo Gund = Eiter entstanden ist. Daher auch der Name Eitermann. Für die innerliche Anwendung kocht man entweder einen Tee oder bereitet eine Tinktur. Der Tee kann auch zu Waschungen oder Auflagen bei Wunden verwendet werden. Bei Zahnschmerzen oder Zahnfleischentzündungen auch als Mundspülung. Da er viele ätherische Öle enthält hat man Ihn früher und auch noch heute in Milch gekocht. Durch die Milch werden die Ätherischen Öle besser gebunden und verfliegen nicht so leicht.

Gundermann Heilpflanzen Eppendorfer GEsundheitspraxis

Wie wächst der Gundermann?

Er schlängelt sich gerne am Boden entlang und lässt hier und da aus kleinen Knoten entlang der Rebe neue feine Wurzeln sprießen um sich festzuhalten und zu verzweigen. Hin und wieder richtet er sich auch auf und wird daher gern mit dem kriechenden Günsel verwechselt, oder auch mit dem Ehrenpreis. Jedoch sind seine Blätter herzförmig und entfalten beim zerreiben einen wohlriechenden aromatischen Duft. In den Blattwinkeln erscheinen von April bis ca. Ende Mai kleine violette Blüten, welche eine wunderbare essbare Dekoration auf Salaten Verwendung finden können.
In einem alten Brauch wurden auch Kränze aus den langen biegsamen Stengeln mit den zierlichen Blüten gefertigt, welche ein Zeichen der Verbundenheit und Dankbarkeit zu den Göttern der Natur war.

Gundermann-Milch selbst hergestellt

Man nimmt reichlich eine Hand voll des frischen Krautes und kocht ihn in ca. 500 ml Milch auf. Das ganze darf ca. 15 min zugedeckt ziehen. Abseihen und warm getrunken eignen sich die mit den fettlöslichen Heilstoffen bereitete Milch auch als ein Kräftigungsmittel für den gesamten Körper.

Gundermann als Badezusatz

Bei schlecht heilenden Wunden oder Geschwüren kann man auch einen Badezusatz selbst herstellen. Man benötigt ca. eine Hand voll frisches Kraut auf 1 Liter Wasser und kocht dieses auf. Für ein Vollbad rechnet man 5 Liter Gundermannzusatz.

Hier noch ein schönes Rezept, welches ich sehr schätze und selber gerne Anwende und empfehle:

  • Zur Narbenbehandlung
  • Eitrige schlecht heilende Wunden, Wundliegen
  • Verletzungen aller Art
  • Insektenstich
  • Alle Hauterkrankungen

Gundermannöl Eppendorfer Gesundheitspraxis

Selbsthergestelltes Gundermann-Öl ( Wundblättchenöl)

Man sammelt frische Gundermannblättchen, befreit sie vom Schmutz (aber bitte nicht waschen), füllt diese in ein Schraubglas und gießt mit gutem Öl auf und zuschrauben. Das ganze darf dann ca. 4 Wochen auf der Fensterbank ziehen. Danach einfach in Braunglas-besser, wer hat Blauglasflaschen abfüllen und kühl (nicht im Kühlschrank)und dunkel aufbewahren.

Achtung:
Es spricht nichts gegen die Anwendung von Heilkräutern auch für Tiere, jedoch Gundermann ist für viele Tiere giftig. Die äußerliche Anwendung des Wundblättchenöls bei eitrigen Wunden und Geschwüren kann durchaus hilfreich sein. Bitte beraten sie sich dazu mit Ihrem Tierarzt.

Der Gundermann als Küchenkraut

Aber nicht nur heilen kann der Gundermann, sondern ist auch in der Küche vielseitig einsetzbar. Gundermann fördert die Fettverdauung und wurde früher auch „wilde Petersilie“ genannt, da er genau so vielfältig wie sie verwendet werden kann. Er enthält viel Vitamin C und kann das ganze Jahr gesammelt werden. Frisch geentet eignet er sich zum Würzen in Suppen, Salaten, Gemüsen und auch zum Herstellen einer Kräuterbutter oder zur Wasserbelebung in die Wasserflasche oder den Krug. Gemischt mit etwas Melisse ein wunderbares Geschmackserlebnis.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg mit dem Gundermann.

Herzlichst Ihre Gabriele Giersch

Die Wirksamkeit des Kurkuma von Gabriele Giersch

Kurkuma (Curcuma Longa) Gelbwurzel, indischer Safran – ein Gesundheitsförderer

Kurkuma auch Gelbwurz oder indischer Safran genannt stammt aus Indien bzw. Südostasien. Schon sehr lange wird diese Pflanze – insbesondere ihre Wurzeln – in der Traditionellen Chinesischen Medizin und in der Ayurveda, der uralten indischen Naturmedizin, vielseitig verwendet und hoch geschätzt. Vor allem der Inhaltsstoff Curcumin macht diese Pflanze so wertvoll für uns. Über 5000 Studien und wissenschaftliche Untersuchungen dokumentieren die Wirksamkeit von Curcumin zur Vorbeugung und der Behandlung zahlreicher Krankheiten.

Kurkuma ein wichtiger Bestandteil des Currypulvers

Kurkuma gehört zur Gattung der Ingwergewächse und kann bis zu 1m hoch wachsen. Kurkuma ist ein wichtiges Bestandteil von Currypulver und verleiht diesem auch seine spezifische Farbe, die von Gelb bis zu kräftigem Orange reicht. Interessant für uns ist jedoch Ihr Wurzelstock, das Rhizom, das der Wurzel der Ingwerpflanze ähnelt. Die geschälten und getrockneten Wurzeln werden gerieben und als Gewürz-und Heilmittel verwendet und auch vielfach als Färbemittel z.B. in Senf, Wurstwaren oder Textilien eingesetzt.
Kurkuma kann bis zu 3% Curcumin enthalten, den für uns wichtigen Wirkstoff. Curcumin wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend, krebshemmend und leitet Schwermetalle aus dem Körper aus. Wissenschaftliche Forschungen belegen auch eine positive Wirkung bei Diabetes und Alzheimer.
Hier nur ein paar Bereiche, bei denen Kurkuma erfolgreich eingesetzt wird:

  • Als Schmerzmittel und Entzündunghemmer
  • Zur Senkung des Cholesterinspiegels
  • Zur Förderung des Galleflusses und der Leberfunktion
  • Zum Schutz der Herz-Kranzgefäße
  • Bei Alzheimer-Erkrankung
  • Rheumatische Arthritis
  • Bei vielen Krebserkrankungen

Kurkuma Eppendorfer GEsundheitspraxisGesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es auch bei vielen Krebserkrankungen, wie z. B. Darmkrebs, Hautkrebs, Brust-oder auch Prostatakrebs. Positive Wirkung zeigt Curcumin auch bei Chemo-oder Strahlentherapien. Auch ist dieser Pflanzenstoff nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Lage, bestimmte Ablagerungen von Eiweißkomplexen im Gehirn zu unterbinden und damit die Therapie bei der Alzheimer-Erkrankung zu unterstützen. Ebenso stimuliert die Einwirkung von Curcumin die Bildung von Magen-Gallesäften, regt damit die Verdauung an, vermindert unangenehmes Völlegefühl und hat positive Effekte auf den Fettstoffwechsel.

Fazit:

Kurkuma ist eine sehr vielseitige und kostbare Pflanze. Ihre Einsatzgebiete sind sehr vielfältig und wissenschaftlich belegt.
Sie hat so gut wie keine Nebenwirkungen und man kann es so gut wie nicht überdosieren. Auch Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sind nicht bekannt.

Kurkuma Eppendorfer GEsundheitspraxis

Eine Empfehlung von Gabriele Giersch aus der Eppendorfer Gesundheitspraxis

Nutzen Sie diese Pflanze als Gewürz und Heilmittel wo immer Sie können. Ihre Pflanzenstoffe wirken gegen Bakterien, Viren, Pilze, antitumoral und werden in der Traditionellen chinesischen Medizin als eine Art Allheilmittel genutzt. Auch für Sie kann es ein wertvoller Beitrag zur Förderung und Erhaltung Ihrer Gesundheit sein.

Einnahmeempfehlung:

Kurkuma kann man verschiedentlich einnehmen. Erhältlich ist es als Pulver, Kapseln, Tee oder auch als Wurzel. Beachten sollten Sie immer den Curcuminanteil und die Bioverfügbarkeit, welche die Aufnahme des Curcumins im Körper ermöglicht. Da Curcumin kaum wasserlöslich ist sollte es immer in Kombination mit schwarzem Pfeffer und Fett konsumiert werden. Erst diese Bestandteile sorgen für eine naturgemäße Aufnahme der Wirkstoffe im Körper. Bei Kurkuma in Kapselform sollte daher immer Schwarzen Pfeffer enthalten sein. Bereitet man sich einen Tee, dann verfeinern Sie diesen mit etwas Sahne oder Kokosöl.

Herzlichst Ihre Gabriele Giersch

Heilpilze Eppendorfer GEsundheitspraxis Gabriele Giersch

Schon „Ötzi“ trug einen Heilpilz bei sich in seiner „Reiseapotheke“. Alternative Medizin ist in der Tradition aller Völker weit verbreitet und auch bei uns auf dem Vormarsch. Auch die Mykotherapie-Pilzheilkunde gehört dazu und gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Einsatz von Heilpilzen bei unterschiedlichen Erkrankungen

Heilpilze haben vielfältige Einsatzgebiete. Nennen möchte ich hier nur einige spezifische Erkrankungen, wie zum Beispiel:

  • Allergien-Heuschnupfen, Asthma, Nahrungsmittelallergien oder Neurodermitis
  • Arteriosklerose
  • Bluthochdruck – eine schleichende Gefahr
  • Diabetes-Krankheit des modernen Lebenswandels
  • Hauterkrankungen
  • Magen/Darm – Der Tod oder die Gesundheit sitzen im Darm
  • Rheuma – Krankheit mit vielen Gesichtern
  • In der begleitenden Krebstherapie
  • Auch in der Tierheilkunde
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Stress, Entgiftung des Körpers, Gewichtsreduktion

Altes Wissen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu Heilpilzen

Ihr Ursprung liegt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Dort wurden und werden Heilpilze schon seit Urzeiten zur Linderung vieler Leiden, bis hin zu schweren Erkrankungen bereits erfolgreich eingesetzt. Altes Wissen in Verbindung mit Ergebnissen der neusten wissenschaftlichen Forschungen belegen gesicherte Aussagen zur Wirksamkeit der Heilpilze bei verschiedenen Erkrankungen. Dazu werden ständig Erfahrungsberichte aus aller Welt gesammelt, dokumentiert und ausgewertet.
Selbst der Ötzi-Fund belegt, dass Heilpilze schon in früheren Zeiten einen hohen Rang in der Naturheilkunde einnahmen. Denn selbst er trug in seiner „Reiseapotheke“ die (dt.) Schmetterlingstramete (Coriolus versicolor), welcher seit Generationen zur Unterstützung des Abwehrsystems im Kampf gegen Viren eingesetzt und genutzt wurde.

Inhaltsstoffe von Heilpilzen

Raupenpilz Heilpilze Eppendorfer Gesundheitspraxis

Cordiceps-Raupenpilz

Heilpilze enthalten unzählige Inhaltsstoffe für die Gesundheit, wie z.B. natürliche Formen von Polysaccariden, Vitaminen, essenzielle Aminosäuren und auch viele wichtige Enzyme. Alle diese wunderbaren Inhaltsstoffe arbeiten miteinander und unterstützen sich gegenseitig. Das bedeutet, dass sie auf der einen Seite bestimmte Stoffwechselvorgänge ankurbeln, anderseits aber auch bestimmte Prozesse hemmen. Man nennt dies auch eine adaptogene Wirkung.

Der russische Wissenschaftler Dr. N. Lazarev definierte es so:

„Eine Substanz, die es dem Körper ermöglicht, gegen verschiedene physische, chemische und biologische Stressfaktoren vorzugehen, welche dem Organismus eine Anpassung an die Umstände in Stresssituationen erlaubt.“

Wirkungsbereiche von Heilpilzen

Jeder Heilpilz ist im groben einem bestimmten Wirkungsbereich zugeordnet.
Hier eine kurze Übersicht:

  •  Agaricus (Mandelpilz): stabilisiert wirkungsvoll das Immunsystem
  • Auricularia (Judasohr): fördert die Durchblutung
  • Coprinus (Schopftintling): Blutzuckersenker, hilfreich bei Diabetes
  • Cordiceps (Raupenpilz): unterstützt die Niere, verleiht Kraft
  • Coriolus (Schmetterlingstramete): unterstützt das Abwehrsystem im Kampf gegen Viren
  • Hericium (Igelstachelbart): Magen/Darm, Schleimhautregeneration
  • Maitake (Klapperschwamm): kann Cholesterinwerte senken, wirkt Fetteilagerungen entgegen
  • Polyporus (Eichhase): Lymphabfluss, Wassereinlagerungen
  • Reishi (Lackporling): Leberregeneration, Entgiftung
  • Shiithake: ist vielseitig einsetzbar

Einnahme von Heilpilzen mit Therapeuten, Heilpraktiker oder Arzt besprechen

Wenn es um das Anwenden von Heilpilzen geht, lassen Sie sich diesbezüglich immer individuell von einem kundigen Therapeuten, Arzt oder Heilpraktiker beraten.

Einnahme und Wirkung von Heilpilzen

Igelstachelbart Heilpilze Eppendorfer Gesundheitspraxis

Hericium- Igelstachelbart

Manchmal ist es sinnvoll, verschiedene Heilpilze miteinander zu kombinieren oder als Pilzmischung einzunehmen. Je nach Empfindlichkeit ist es empfehlenswert eine einschleichende Einnahme vorzunehmen. Dazu sprechen Sie bitte mit Ihrem Therapeuten! Bei guter Verträglichkeit sollte dann die Einnahme bei 3×1 Kapsel liegen. Diese Einnahme entspricht dann der empfohlenen Enddosis des Herstellers.

Bitte sehen Sie die Wirkungsweise der Mykotherapie (Pilzheilkunde) als mittel-bis langfristig, denn noch immer werden von natürlichen Heilmitteln schnelle Resultate erwartet. Tritt diese nicht gleich ein wird unter Umständen die Wirkung und die gesamte Therapie in Frage gestellt.

Herzlichst Gabriele Giersch

Granatapfel Eppendorfer Gesundheitspraxis Gabriele Giersch

Punica granatum, oder auch Grenadine genannt, ist für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften in vielen Kulturen bekannt und wächst hauptsächlich im Mittelmeerraum. Sein Ursprung liegt aber im asiatischen Raum.
Seit November ist er bei uns wieder in den Geschäften erhältlich. Wenn Sie diese Frucht sehen, sollten Sie zugreifen, denn naturheilkundlich gesehen scheint er ein wahrer Tausendsassa und die Forschungen dazu sind noch längst nicht abgeschlossen. Er enthält sehr viel Vitamin C, Eisen, Kalzium, zahlreiche Flavonoide und Polyphenole und seine Inhaltsstoffe wirken antioxidativ und schützen damit unsere Zellen vor schädlichen Einflüssen. In der Forschung belegen zahlreiche Studien die Wirksamkeit bei Herz-Kreislauferkrankungen, Arthritis bis hin zu verschiedenen Krebserkrankungen. In der Unani-Medizin (arabische Medizin)werden Granatäpfel auch zur Behandlung von Diabetes mellitus und Durchfallerkrankungen verwendet.
Die großen Mengen an Pflanzenstoffe schützen unter anderem auch unsere Haut und beugen vorzeitiger Hautalterung vor. Sie kurbeln die Kollagenbildung an und sorgen damit für schöne glatte und straffe Haut.

.Um die positiven Eigenschaften der Frucht voll auszunutzen ist es am besten sie in rohem Zustand zu essen. In einem gemischten Obstsalat sind die Samen besonders lecker. Auch besteht die Möglichkeit diese auszupressen und den Grenadine-Saft damit selber herzustellen. Der Saft ist stark färbend, daher bitte vorsichtig beim Öffnen und entkernen der Frucht. Das Fruchtfleisch wird in der gehobenen Küche unter anderem zum Verfeinern von Wildgerichten verwendet, während die Schale schon im Orient zum Färben von Teppichen und Kleidung verwendet wurde. Und die Kerne werden zur Herstellung von einem sehr wertvollen Granatapfel Kernöl verwendet.

Granatapfel Gesundheitstipp Eppendorfer GesundheitspraxisTipp zum Öffnen der Frucht:

Ich rolle Sie kurz hin und her, schneide sie quer durch, dann jede Hälfte ein paar Mal einschneiden, aufbrechen und die Kerne auslösen.

Granatapfel Öl selbstgemacht

Und hier noch mein etwas schwieriger aber lohnenswerter Rezepttipp für Sie:
Probieren Sie doch mal Granatapfel Öl selber herzustellen.
Ich mache es wie folgt:

Einen Granatapfel wie oben öffnen, die Kerne herauslösen. Nun diese vom roten Fruchtfleisch befreien, denn wir brauchen nur die Kerne. Am besten in ein Sieb geben und mit einer Gabel ausdrücken. Den Saft entweder so pur trinken oder im Quark, Joghurt oder ähnlichem verwenden. Die Kerne dann noch mit Küchenpapier säubern. Sie sollten vom Fruchtfleisch möglichst sauber sein, und kurze Zeit zum Trocknen legen. Die hellen sehr harten Kerne mit einem stabilen Küchengerät hacken, damit sie im Öl besser ausziehen können. Das Ganze in ein sauberes Schraubglas füllen, mit ca.100 ml kaltgepresstem Mandelöl von sehr guter Qualität übergießen und ca. 4-6 Wochen auf der Fensterbank ausziehen lassen. Alles durch eine Filtertüte abseihen und in eine Braunglasflasche, besser noch, wer hat, in eine Blauglasflasche füllen.
Ich verwende es gerne als Gesichts Kosmetik nach einer Reinigungsmaske oder auch als Körperöl nach dem Baden oder Duschen.

Viel Erfolg!

Ihre Gabriele Giersch

Eppendorfer Gesundheitspraxis, Sanddornrezept von Gabriele Giersch

Der Sanddorn – Hippophae rhamnoides

In der Naturheilkunde spricht man sehr selten vom Sanddorn, was ich sehr schade finde, denn Sanddornbeeren weisen einen ungewöhnlich hohen Vitamin-C Gehalt auf. Er überschreitet damit sogar den Wert für Orangen und Zitronen. Das Fruchtfleisch der Beeren enthält wertvolle Öle und ist sehr reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.  Naturheilkundlich werden vor allem die Früchte und das Kernöl genutzt. Auf Grund des hohen Vitamin-C Gehaltes verwendet man Ihn hauptsächlich als Saft oder Extrakten bei Erkältungen und Krankheiten mit Fieber. Das Öl fördert die Wundheilung, verbessert die Hautstruktur, hilft bei Verbrennungen, Strahlenbelastungen und findet Anwendung bei Neurodermitis. Auch die Kosmetikindustrie nutzt seine hervorragende dermatologische Wirkung. Darüber hinaus gibt es natürlich viele wunderbare Rezepte auch für die Küche. Hier verwendet man Ihn als Fruchtsaft, Fruchtmus, Marmeladen oder getrocknet auch als Tee. Auch verarbeitet man die Beeren zu alkoholischen Getränken, wie Wein oder Likör.
Das aus dem Sanddorn gewonnene Fruchtfleischöl wird als sehr wertvoll geschätzt ist in hoher guter Qualität und im allgemeinen nicht preiswert, was unter anderem an seiner etwas erschwerten Ernte liegt, da die Sträucher eine extrem stachlige Herausforderung darstellen.Nebenwirkungen bei der Einnahme von Sanddornöl oder Saft, auch über lange Zeiträume, sind nach einer Studie der Universitäten Dresden und Sofia nicht bekannt. Es kann innerlich und äußerlich angewandt werden.
Der Sanddorn, auch Sandbeere, Dünendorn oder auch Seedorn genannt ist ein strauchartiges Gewächs und gehört zur Gattung der Ölweidengewächse. Seine Zweige sind dornig und die Blätter ähneln der Weide. Seine ursprüngliche Heimat befindet sich in Nepal. Erst später durch eiszeitliche Verschiebungen gelangte er nach Europa. Zu finden ist er hauptsächlich am Meer, in Sanddünen. Auch Böschungen sind seine natürlichen Standorte, da er dort lose Böden gut zu festigen vermag.

Selbst die Sängerin Nina Hagen widmete Ihm Ihre Aufmerksamkeit in einem Lied: „Hoch stand der Sanddorn am Strand von Hiddensee“.

In Deutschland kommt er in erste Linie in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Gebieten des Schwarzwaldes vor. Seine Karriere startete der Sanddorn als „Zitrone des Nordens“ in der damaligen DDR, als Zitrusfrüchte eine Mangelware waren.

Sanddorn Eppendorfer Gesundheitspraxis Gabriele Giersch

Und hier mein Rezept für Sie: Sanddornfruchtfleischöl selber hergestellt

  • Suchen Sie sich ein passendes Schraubglas aus
  • Nehmen Sie von den Sanddornbeeren etwa halb so viel, wie in das Glas passt
  • Zermahlen Sie die Sanddornbeeren zu einem Brei• Geben Sie diesen Brei in das Glas
  • Füllen Sie dann das Glas mit Pflanzenöl, am besten Olivenöl auf• Verschließen Sie es gut und stellen es bei Zimmertemperatur in eine Ecke des Fensters für ca.3-4 Wochen
  • Gießen Sie dann das ganze vorsichtig durch einen Kaffeefilter ab und füllen das Öl in eine dunkle oder wenn Sie haben auch eine Blauglasflasche
  • Lagern Sie das Öl dann an einem kühlen dunklen Ort (nicht im Kühlschrank)  Den Rest des abgeseihten Breis müssen Sie nicht entsorgen.  Gießen Sie Ihn einfach nochmal mit Öl auf und verwenden Sie ihn in der Küche z. B. für Salate oder auch für Gesichtsmasken, welche sehr wohltuend wirken.
Die Heilkraft der Goldrute

Wenn man im August/September durch die Landschaft fährt, fällt das leuchtende gelb der kanadischen Goldrute ins Auge. Trockene Wälder, Ödland, Böschungen Waldlichtungen und sonnige Plätze mag sie am liebsten. Von der Goldrute gibt es verschiedene Arten. Bei uns unverwechselbar zu finden ist die kanadische Goldrute (Solidargo canadensis). Sie ist eine Staude und ihre Wuchshöhe kann bis zu 1m und mehr betragen. Die Blüten leuchten goldgelb und stehen in einer hohen Rispentraube. Wenn man an ihr riecht, bemerkt man einen schwach süßen aromatischen Geruch.

Johann Gottfried Rademacher sagte einmal:„Dieses Kraut ist gar ein altes und gutes Nierenmittel…Es ist ein Eigenmittel auf die Nieren, es bringt die erkrankten zum Normalstande zurück; und ich muss Ihr viel Gutes nachsagen.“

In Ihrer ursprünglichen Heimat Kanada nutzten bereits die Indianer diese Pflanze bei den verschiedensten Krankheiten. So zum Beispiel bei Bissen von Klapperschlangen, oder sie kauten die Blüten bei Halsentzündungen.In der modernen Naturheilkunde wird die Goldrute als einer der besten Heilmittel bei Nierenerkrankungen geschätzt. Sie zählt zu den Diuretika, welche den Körper über Blase und Niere entwässern helfen. Diese Unterstützung der Wasserausscheidung kann in vielerlei Hinsicht hilfreich sein.

  • So z.B., wenn der Körper in Organen oder im Bindegewebe Wasser angesammelt hat.
  • Bei Stoffwechselkrankheiten, wie Rheuma, Gicht oder auch Hauterkrankungen um dort vermehrt Gifte aus dem Körper auszuscheiden.
  • Ebenfalls bei vielen entzündlichen und chronischen Erkrankungen der Harnröhre, Blase und Nieren zur besseren Durchspülung.
  • Auch vor allem bei Diäten und Fastenkuren zur Unterstützung der Ausleitung der abgebauten Giftstoffe im Körper.
  • Bei Vorkommen von Eiweiß im Harn, Harnsteinen und Nierengrieß.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten können sein:

  • Auflagen aus zerstoßenen frischen Goldrutenblättern zur Ersten Hilfe bei frischen Wunden
  • Zur Wundreinigung mit einer Kompresse getränkt in einem starken Goldrutentee
  • Auch bei Tieren zur Behandlung von Nierenerkrankungen

Für eine Zubereitung aus der Goldrute sammelt man möglichst zu Beginn der Blütezeit, etwa zwischen August und Anfang September den oberen Teil der Pflanze, welcher etwas unterhalb der untersten Blüten abgeschnitten wird. Diesen hängt man dann zum Trocknen an einem schattigen und luftigen Ort auf. Für die Goldrute und Ihre Verwendung gibt es mehrere Möglichkeiten. So z.B. als Tee, Goldruten-Tinktur, oder auch als Goldrutenwein. In vielen Fällen empfiehlt sich aber auch eine spezielle Mischung mit anderen Kräutern.
Goldrute Nierenbeschwerden Eppendorfer Gesundheitspraxis

Rezepte:

Goldrutentee

1-2 Teelöffel Goldrute mit ¼ l siedenden Wasser übergießen und abgedeckt ca. 10 min ziehen lassen. Man trinkt 3×1 Tasse täglich.

Wein aus der Goldrute

Füllen Sie ein Schraubglas zur Hälfte mit frischen, zerschnittenen Goldruten-Blütenständen. Gießen Sie das Ganze mit einem Liter guten Weißwein auf, stellen Sie diese Mischung an einen dunklen, nicht zu kühlen Ort. Nach 2-3 Wochen seihen Sie die Mischung ab und genießen Sie täglich ein Likörgläschen voll, als Kur .

Wichtig: Die Goldrute gehört zur Gattung der Korbblütler. Vorsicht bei bekannter Allergie auf Korbblütler! Nicht während der Schwangerschaft! Lassen Sie sich immer beraten, wenn Sie selbst nicht kundig oder in der Pflanzenheilkunde ausgebildet sind.